grundregeln und Sicherheit


AKTUELLE sicherheitswarnung: "ESCHENSTERBEN DURCH PILZBEFALL" - STAND 1. Juni 2017

wie schon in den Medien mehrfach berichtet sind die Eschen im Ostösterreichischen Raum durch einen Pilz befallen. Dieser greift die Baumwurzeln an - früher oder später fallen die Eschen ohne Vorwarnung einfach um! Laut Auskunft verschiedener Stellen, werden alle Eschen im Laufe des Jahres 2017 kontrolliert und wenn nötig geschlägert. Diesbezüglich wurden schon im Winter Waldsperren ausgesprochen, und nun bis ca. März 2018 verlängert. Gesperrt wurden in unserer Umgebung die Wälder, Wander- und Fahrwege der Stockerauer- respektive Korneuburger-Au, sowie auch einige Gebiete auf der Klosterneuburger Seite. An-und-für-sich liebt es die großwachsende Esche nicht direkt am oder im Wasser zu stehen, kann aber durchaus schon einige Meter abseits der Flussläufe glücklich sein.

Liebe easykanu-Freunde, es ist jetzt nicht möglich alles bis ins kleinste Detail aufzuzeigen: bitte informiert Euch vor Fahrtantritt selber. Grundsätzlich kann Euch niemand den Zutritt zu den Sperrgebieten verweigern, der Zutritt ist auch nicht strafbar. Allerdings enthebt die ausgesprochene Sperre die Grundeigentümer jeglicher Verantwortung. Seid Euch bitte bewusst, dass umstürzende Bäume eine echte Lebensgefahr darstellen! Gerade im Freizeitsport gilt noch mehr als sonst im Leben: achtsam sein!

Grundregeln und Sicherheit

Paddeln ist eine sichere Sportart, wenn man ein paar Grundregeln und Vorsichtsmaßnahmen einhält. Sie ist für alle Altersgruppen geeignet, erholsam und vermittelt auch eine intensive Erfahrung mit und in der Natur.

 

Die Bandbreite erstreckt sich vom ruhigen Fließ- bis hin zum technisch anspruchsvollen Wildwasser.

 

Für ruhige Wanderflüsse genügen ein paar grundlegende Paddelschläge die für den Vortrieb, Richtungswechsel, Einsetzen und Anlanden wichtig sind. Falls man sich jedoch im Wildwasser bewegen will ist ein Paddelkurs unbedingt notwendig. Hierbei sind Neoprenanzug, -schuhe und Helm ein unbedingtes Muss!

Link zum Menüpunkt "Flussklassifizierungen"

 

Ein sehr wichtiges Sicherheitskriterium sind Informationen über die Beschaffenheit des Flusses, frühere Tourenbeschreibungen, Ortspläne und die aktuellen Pegelstände. Bitte beachten Sie dabei, dass sich durch Schmelzwasser, Flussverlaufsänderungen, bauliche Maßnahmen der E-Wirtschaft bzw. Schwallwasser, d.h. zeitlich begrenzte Öffnung von Schleusen und unerwartete Hindernisse große Unterschiede zu den Beschreibungen ergeben können. Diese sind immer nur als mehr oder weniger genaue Leitfaden zu verstehen.

 

Wehre und Staustufen, auch wenn sie noch so harmlos aussehen, müssen vor dem Befahren inspiziert werden. Der Rücklauf, der dort entstehenden Wasserwalzen ist eine ernstzunehmenden Gefahr!

  

Beim Befahren von Flüssen mit Berufsverkehr machen Sie sich bitte vorher mit den internationalen Gebots- und Verbotszeichen auf dem Wasser vertraut – die wichtigste Grundregel sei aber bereits hier erwähnt:

  • linke Seite stromabwärts = grüne und spitze Schwimmtonnen bzw. Landmarken
  • rechte Seite stromabwärts = rote und stumpfe Schwimmtonnen bzw. Landmarken

dazwischen ist die für die größeren Schiffe markierte Fahrrinne!

 

Schnell fahrende Schiffe, wie der Twin-City-Liner (bis zu 70 km/h) zwischen Wien und Bratislava, erzeugen eine hohe Bugwelle, auf die Paddler durch achtsames Drehen des Bootes (stumpf- bis rechtwinkelig zur Welle) reagieren müssen! Wegen des äußerst geringen Tiefgangs unserer Boote ist es in den meisten Fällen möglich auch außerhalb dieser Bereiche zu paddeln – aber bitte alles mit Vorsicht und Ernsthaftigkeit – immer auf Treibgut und die Strömung achten und alle unklaren Bereiche meiden! Berücksichtigt man die Grundregeln ist das Befahren breiter Flüsse (z. B. der Donau) ein Genuß. Weiter gehende Details finden Sie auf einschlägigen Websites unter anderem auch hier: http://www.binnenschiffahrtswelt.de/vorschrift.htm

 

Die Sicherheit kann durch „Fahren im Team“ gesteigert werden. Alleinfahrten bitte nur mit guter Fachkenntnis oder in absolut ruhigen Gewässern unternehmen. Bei Bedarf fahren Sie die gewählte Tour mit Ortskundigen oder buchen Sie einen erfahrenen Guide.

 

Die von easykanu angebotenen Qualitäts-Luftboote bestehen aus mehreren Luftkammern. Beim eher unwahrscheinlichen Ausfall einer oder sogar zweier Kammern, bleibt immer noch eine sichere „Rettungsinsel“, um damit ans Ufer zu gelangen. Im Gegensatz zu Festrumpfbooten haben Luftboote den Vorteil bei Kollisionen mit Hindernissen nachzugeben. Dadurch wird das Boot nicht beschädigt und es erfolgt eine gute Aufpralldämpfung. Alle Luftboote besitzen Sicherheitsventile, die ein unbeabsichtigtes Öffnen verhindern. Hoher Sicherheitsstandard, Pflegeleichtigkeit, geringes Gewicht und Packmaß, lange Lebensdauer, Reparaturfreundlichkeit begleiten einem das ganze Schlauchbootleben lang.

 

Für zusätzliche Sicherheit sollte jede Person eine passende Schwimmweste mitnehmen bzw. anmieten. Diese nützen beim Schwimmen durch ihre zusätzliche Auftriebskraft. Sie helfen auch als effiziente Isolation des Oberkörpers, falls man doch ins kalte Wasser fallen sollte.

 

Sinn macht auch der Kauf eines Rettungs-Wurfsacks. Dieser ist ein wichtiges Hilfsmittel falls einmal ein Crewmitglied „über Bord geht“. Der Wurfsack wird gekenterten Personen zugeworfen. Je nach Strömung und Manövrierfähigkeit lassen sich mit dem ausgeworfenen röhrenförmigen Sack und daran befestigter Schwimmleine Personen aktiv oder passiv einholen bzw. bergen. Im Wildwasserbereich ist er absolut obligatorisch, in schneller fließenden Gewässern anzuraten, aber auch sonst it es nicht schlecht einen Wurfsack dabei zu haben.

 

Kentern (also mit dem Boot umkippen und ins Wasser fallen) kann immer wieder passieren, am besten ist es daher man begreift Paddeln als 'am-und-im-Wasser-sein'. Psychologisch muss es egal sein wo ich mich gerade mit dem Wasser einlasse: hauptsächlich ist es unten, bei Regen kommt es von oben, und manchmal ist man eben im Wasser. Das sinken selbst ist doch eher ein spezielles Problem der Festrumpfboote ... mit unseren aufblasbaren Booten mit drei bis sechs Luftkammern kann man nicht 'von selber' untergehen: zwei Seitenschläuche, Boden, Sitze und Aufbauten lassen das Boot immer wieder hochkommen. Schwimmen Sie ruhig und vermeinden Sie Panik. Achten Sie auf andere näher kommende Schiffe, Ihre Fahrtrichtung und Besonderheiten im Wasser. Im Falle des Falles geben Sie das Boot und die Ausrüstung auf und bringen sich und Ihre Begleitpersonen in Sicherheit! Meinst ist aber alles halb so schlimm und Sie bekommen alles wieder in Griff. Wenn es dann schlussendlich geht, robben Sie ins Boot zurück und wenn das nicht gelingt, dann hanteln Sie sich zum Ufer.

 

Bei guter Gesundheit lassen Sie sich bitte nicht den Mut nehmen die interessanten und wundervollen Wasserwelten unserer Flüsse zu erkunden und zu erforschen. Unter Anderem hat man die Möglichkeit den „Urwald“ hautnah, ohne die Gefahren von Malaria, medizinischer Unterversorgung oder hohem finanziellen Aufwand zu erfahren. Gerade bei uns in Wien und Umgebung ist paddeln und die City von einem völlig ungewohntem Blickwinkel aus zu erfahren wunderschön und sehr spannend.

 

Quellennachweis:

Mit freundlicher Genehmigung meines Freundes Ing. Norbert Brezina, welcher an obigen Texten mitgearbeitet, bzw. Teile selbst verfasst hat.

 

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